Leseprobe: Gut dem Dinge

Hier stelle ich Ihnen eine Leseprobe von mir zur Verfügung. Titel: Gut dem Dinge

Vorhang auf …
Im Zuschauerraum kehrt Ruhe ein, hier und da noch ein Räuspern und Hüsteln, Rascheln von Papier.

Es wird still.
Wir sind voller Erwartungen.

Orientierungen suchend schweifen unsere Blicke über das Bühnenbild. Wir nehmen wahr: Die Vielfalt der Farben – oder schwarz/weiß, Wärme oder Kälte, Reichtum und Überfluss oder Armut und Kargheit.

Sanftheit oder Steifheit in den Formen der Gegenstände, und andere Einzelheiten nehmen wir wahr.

Ja – so ist das, werden Sie jetzt denken.
Und Sie haben Recht: Ja – das ist so!

So ist es jedoch nicht nur vor der Bühne eines Theaters, sondern auch vor der Bühne, die
Leben heißt. Auch hier schweifen unsere Blicke über das Bühnenbild. Wir nehmen wahr:

Hunger, Krieg, Angst zu versagen, Freude, Leid, Terror, Ungerechtigkeit – wir fragen nach dem Sinn und Zweck des Lebens, Suchen nach Gott…
Existenzsorgen, Einsamkeit, Krankheit und Tod, und vieles mehr noch nehmen wir wahr.

Und wieder werden Sie denken: Ja – so ist das.
Und wieder haben Sie Recht: Ja – das ist so!

Auf der Bühne eines Theaters und im Leben sehen wir Menschen auftreten, während aber das Geschehen auf einer Theaterbühne das Ergebnis vieler Proben ist, werden WIR vom LEBEN auf die Probe gestellt.

Die Probe des Lebens:

  • Das kannst Du nicht! Das schaffst Du nicht! Lass das sein!
  • Tu dies nicht! Tu das nicht! Finger weg!
  • Das ist nichts für Dich! Dazu bis Du noch zu klein! Dazu bist Du zu alt!
  • Du hast nichts! Du bist nichts! Du taugst nichts! Gib endlich Ruhe!

Hand aufs Herz. Das kennt doch jeder. Oder?

Anerkennung und Selbstwertgefühl

Die heutige Zeit mit ihren gesellschaftlichen Mechanismen bewirkt bei vielen Menschen.
allzumal auch bei jungen, dass die Menschen sich den Anforderungen der Gesellschaft nicht
gewachsen fühlen. Lob und Anerkennung für Geleistetes bleibt überwiegend aus.

Die Folge: die Menschen – auch und gerade die jungen Menschen – entwickeln kein Selbstwertgefühl, dass ihnen hilft. ihr Leben zu leben.

Mangel an Anerkennung (in welcher Form auch immer) führt nicht selten dazu, dass junge
Menschen Depressionen entwickeln. Bei einer von Jahr zu Jahr steigenden Zahl führt das bis
zum Suizid.

Diese Gesellschaft, die nur den wirtschaftlich erfolgreichen Menschen zu akzeptieren scheint,
grenzt die Menschen aus, die sich an diesem Beispiel des Gerangels um Machtpositionen (es
wird ja allgemein suggeriert, der wirtschaftlich erfolgreiche Mensch ist auch ein mächtiger
Mensch! – und umgekehrt!) nicht beteiligen.

Dabei sind es häufig gerade diese Menschen, die mit ihrer Sensibilität und Kreativität die
Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Menschen befördern könnten.

Konzept