Ortsnecknamen (auch Ortsneckereien, Uznamen)

Ortsnecknamen (auch Ortsneckereien, Uznamen oder niederdeutsch Terneidsname) sind die scherzhaften Bezeichnungen der Ortseinwohner durch die Bevölkerung benachbarter Orte. In der Regel erzählt man sich eine schwankhafte Geschichte (nicht selten aber auch mehrere, voneinander abweichende), die den Ortsnecknamen erklärt (vergleichbar einer ätiologischen Erzählung). Häufig ist der Ursprung des Necknamens aber nicht mehr bekannt.

In der Ethnologie werden solche (oft gegenseitigen) spöttischen Beziehungen von Volksgruppen joking relationships genannt.

Ortsnecknamen (Uznamen)

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Derzeit befinden sich 15 Ortsnecknamen in diesem Verzeichnis
Augsburg
Datschiburg

Auringen (Wiesbaden)
"Schnogge" (Schnaken) - Mit Schnooge sind tatsächlich die Schnaken gemeint. Als Auringer wurden die Schnooge deshalb bezeichnet, weil um Auringen herum viele Wiesen zu finden sind, auf denen besonders viele Schnaken aktiv sind. Hier ist kein Bezug zu den netten Mädels aus dem Nachbarort Naurod zu sehen, wo behauptet wird, es bestünde hier ein äußerer Vergleich zwischen “Nauerder Gins” und “Auringer Schnooge” (“fette” Gänse und “hungrige” Schnaken)

Bad Bergzabern
Hamegger

Bad Nauheim
Der Uzname kommt aus der Inflationszeit, als die armen Bad Nauheimer diesem Hobby (Zigarettenstummeln sammeln und daraus neue drehen) nachgingen.

Berlin
Buletten

Florstadt
"Fleschde Heckeraal" - En Raal eas eabbes wäi en Knüppel. Vielleicht beschreibt “Heckeraal” einen groben Menschen, so gibt es zum Beispiel im hiesigen Dialekt dafür noch die Begriffe Waul, Hurras, Glowe oder Reaff.

Frankfurt am Main
Äbbelwoi-Chicago

Harthausen
Dullen

Kaiserslautern
Attcher

Karlsruhe
Briganten

Mainz
Büttel

Mannheim
Bloomeiler

Ottersheim bei Landau
Bären

Rülzheim
Stecher

Schifferstadt
Rettisch